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Die Wetten sind eröffnet

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Published on: 20. April 2012

In dem Blogartikel „Geld verdienen im Internet. – Warum die meisten im Internet scheitern.“ habe ich unter anderem vom AMI-Code berichtet. Lang, lang ist’s her. Dort sollte für ein wahnsinnig tolles Produkt geworben werden, das niemand kennt. Die Leute hatten sich das Ziel gesetzt, in der Pre-Launch-Phase, bevor das 1. Produkt bekannt gegeben wird, 600.000 Interessenten zu finden.

Dieses 1. Produkt ging am 3.4.2012 an den Start. Bis dahin wurden exakt 537.138 Mitglieder registriert. In dieser Zeit wurden über 386.000 € Provisionen ausgeschüttet. Im Durchschnitt sind das nur 0,72 €/Mitglied. Bei der 1. Auszahlung wurden diejenigen ausgezahlt, die mindestens 10 € Provision verdient hatten. Später sollte die Grenze auf 50 € hochgesetzt werden. Unter diesen Bedingungen kann es nur sehr wenige Mitglieder gegeben haben, die überhaupt eine Provision bekommen haben. Ich habe schon in meinem Blogartikel prophezeit, daß man mindestens 9.000.000 Mitglieder braucht, wenn man am 25.8.2011 – es gab zu diesem Zeitpunkt ca. 50.000 Mitglieder – eine realistische Chance auf eine Auszahlung der Provision bekommt, wenn man an diesem Tage gerade als neues Mitglied angefangen hat. Dazu hätte man fast die 17-fache Anzahl an Mitgliedern benötigt.

Die meisten Menschen können also nur hoffen, daß der AMI-Code ein gutes Produkt ist, denn sonst hat sich der ganze Werbeaufwand, den man aus eigener Tasche bezahlen muß oder in den man viel Zeit investieren muß, nicht gelohnt.

Und was ist das erste Produkt? Der Binary-Code.

Einkommensmöglichkeiten

Auf Grund der in der Pre-Launch-Phase aufgebauten Struktur mit Hilfe von Spillover wurden mir in der 1. Stufe 3 Mitglieder, in der 2. Stufe 2 Mitglieder, in der 3. Stufe 1 Mitglied und in der 4. Stufe 3 Mitglieder zugeordnet. Für diese 9 Mitglieder wurde mir ein potentieller Provisionsanspruch von 81 € berechnet. Den erhalte ich allerdings nur als aktives Mitglied. Dazu muß ich entweder 97 € bezahlen, oder auf Grund meiner Mitgliedschaft während der Pre-Launch-Phase kann ich bis zum 13.4.2012 (Letzte Woche Freitag) bei einem Broker ein Konto eröffnen und mindestens 100 € einzahlen.

Ich bekomme also Provision, wenn ich entweder ohne Gegenleistung Geld einzahle, oder bei einem Broker ein Konto eröffne, um auf dem Aktienmarkt zu wetten.

Wer eine gute Position in der Matrix hat, wird sich vielleicht leicht zu Zahlungen provozieren lassen, da ein hoher potentieller Provisionsanspruch berechnet wird. Aber wenn der potentielle Provisionsanspruch kleiner als die Kosten für die aktive Mitgliedschaft sind, warum sollte man dann diese Kosten bezahlen? Daraus wird ja erst der Provisionsanspruch ermittelt.

Aber vielleicht gibt es ja doch genug Glücksritter, die sich vom Konzept des Binary-Codes auf dem Aktienmarkt überzeugen lassen. Deshalb erkläre ich ihnen kurz, wie der Binary-Code funktioniert.

Der Binary-Code

Im Binary-Code wird auf fallende oder ansteigende Kurse auf dem Aktienmarkt gewettet, indem man darauf wettet, ob der Kurs in der nächsten Stunde höher oder niedriger ist. Diese Kursentwicklung wird Trade genannt. Die Wettgewinne sollen im Durchschnitt bei 81% pro Trade liegen, können aber je nach Entwicklung zwischen 78% – 91% pro Trade liegen.

Es gibt da noch ein paar Beispiele, wie man sich nach Kursen orientiert, damit man gute Wetten platzieren kann.

Beispiele für einen Kurs, bei dem man auf einen ansteigenden Trade setzt:

Ein Beispiel, wo man auf einen fallenden Trade setzt:

Solche Entwicklungen müssen nicht weitergehen, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, daß man damit Gewinne erzielt. Und so wird sehr schnell hochgerechnet, was man im Monat verdienen kann:

5 Trades mit je 50 € sind ca. 200 € Gewinn pro Tag. Bei 22 Tagen im Monat sind das 4.400 € im Monat.

Weil ein Trade auch mal schief gehen kann, sollte der Höchsteinsatz pro Trade nur maximal 1/20 des Guthabens beim Broker sein. Damit kann man dann Verluste auffangen.

Der Haken an der Sache

Ich würde nicht darüber schreiben, wenn es nicht irgendeinen Haken an der Sache gäbe. Diese Wetten könnten für das Wirtschaftssystem gefährlich werden, wenn eine gewisse kritische Masse überschritten wird.

Wenn eine halbe Millionen Menschen plötzlich in den Aktienmarkt einsteigen und mindestens 100 € an die Broker bezahlen, dann werden 50.000.000 € aus dem Geldkreislauf entfernt. Mit diesem Geld kann man 50.000 Arbeitsplätze mit 1000 € Bruttolohn finanzieren.

Aber was ist, wenn der Binary-Code wirklich funktioniert und alle 500.000 Leute 4400 € im Monat verdienen würden? Woher bekommen Sie das Geld?

Die Broker bekommen Provisionen für jeden Trade, der platziert wird. Aus diesen Provisionen werden die Gewinne bei den Wetten bezahlt. Diese Gebühren müssen von den Leuten aufgebracht werden, die am Aktienmarkt tätig sind und nicht nach der Methode des Binary-Codes ihre Wetten platzieren und verlieren. Andere Menschen müssen daher jeden Monat 2.200.000.000 € Verluste machen, die an die Binary-Code-Zocker ausgezahlt werden müssen.

Wenn einzelne Personen in diesen Markt einsteigen, dann hat dies keinen großen Einfluß auf das System. Wenn es im Laufe der Zeit immer mehr Personen gibt, die in das System einsteigen, dann können sich die Gewinne und Verluste der Entwicklung anpassen. Das kann zum Beispiel so aussehen:

Je mehr Leute das Verfahren des Binary-Codes verwenden, desto geringer sind die Auszahlungen im Gewinnfall.

Wenn sich nicht gleichzeitig mit dem Anstieg der Wetten bei einem bestimmten Verfahren die Verluste bei anderen Wetten ausgleichen, kann man die Wettgewinne anpassen. Wenn aber plötzlich eine große Masse in ein sicheres Gewinnverfahren einsteigt, dann besteht die Gefahr, daß man nicht rechtzeitig genug reagieren kann.

Gibt es zu wenig Verluste auf dem Aktienmarkt, dann können vielleicht nicht alle Provisionen für die Broker ausgezahlt werden. Die bekommen dann Schwierigkeiten, die Provisionen an die Zocker zu bezahlen. Sie müssen dann die Wettgewinne anpassen.

Irgendjemand ist immer der Dumme. Irgendjemand muß diese hohen Gewinne bezahlen oder die Gewinne können nicht ausgezahlt werden. Wettgewinne funktionieren immer nur dann, wenn es gleichzeitig Wettverluste in gleicher Höhe gibt.

Unfähige Vorbilder

Das ganze könnte sogar zu einer Krise auf dem Aktienmarkt führen.

Viele Spekulanten orientieren sich am Verhalten der großen Masse. Wenn eine halbe Millionen Menschen auf Trends setzen und damit viel Geld verdienen, dann kann man die Erwartung der Spekulanten auf stabile ansteigende und stabile absteigende Kurse fixieren. Es dauert dann viel länger, bis ein überteuerter Aktienkurs als überteuert wahrgenommen wird. Auch unterbewertete Aktien werden ihre Talfahrt viel zu lange fortsetzen. Extreme Kursschwankungen können dann durch diese Manipulationen gefördert werden.

Ein ständig ansteigender Kurs führt dann irgendwann zu einem Crash, der viel tiefer abstürzt, als es nötig wäre. Die Nutzer des Binary-Codes würden dann immer noch viel Geld verdienen, aber andere Aktionäre würden ihr Vermögen verlieren.

Man sollte deshalb in nächster Zeit mal etwas genauer aufpassen, Vielleicht wird ja wieder der nächste Börsencrash vorbereitet.

Die kritische Masse

Natürlich muß dieses Scenario nicht eintreten. Es kommt auf die kritische Masse an. Wie viele werden beim Binary-Code mitmachen? Das kann ich natürlich nicht wissen. Machen nur wenige mit, dann wird die kritische Masse nicht erreicht, die zu Problemen führt. Dann ist dieses Produkt des AMI-Codes ein Flop und die Mitglieder des AMI-Codes können nur hoffen, daß sich ihr Einsatz beim nächsten Produkt bezahlt macht.

Es könnte allerdings auch sein, daß die 500.000 noch keine kritische Masse bilden, da die Mitglieder aus ganz Europa kommen. Man muß die Situation immer relativ zur Bevölkerungsgröße, oder relativ zum Wirtschaftsgeld der einzelnen Länder betrachten. Daher könnte die kritische Masse in Griechenland viel früher erreicht werden, als in Deutschland.

Die Wirkungen eines Börsencrashs müssen international weltweit betrachtet werden. Deshalb könnte dafür die kritische Masse viel höher als bei 500.000 liegen.

Das Problem ist nur, daß man auf keine Erfahrungen zurückgreifen kann, um die kritische Masse bei einer plötzlichen Veränderung berechnen zu können. Daher sind Fehleinschätzungen sehr leicht.

Ich wäre bei solchen Problemen lieber etwas übervorsichtig, bevor ich große Verluste in Kauf nehmen muß. Außerdem sollten Sie eins nicht vergessen. Die Spekulationen auf den Aktienmärkten nehmen auch Einfluß auf die Preisentwicklung der Produkte. Bei Inflation ist die Fortsetzung des Trends eine Preisspirale nach oben. Plötzlich zunehmende Gewinnausschüttungen bei groß angelegten Wetten könnten auch durch Inflation bezahlt werden.

Herzliche Grüße von Bernhard Deutsch

Aktienmarkt: Gefahrenstufe Rot

Categories: Aktienmarkt, Geld
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Published on: 21. Januar 2012

Als ich im Jahre 2004 meine Untersuchungen zum Wirtschaftssystem durchführte, hatte ich einen Traum. In diesem Traum kam ich nach Hause und in meiner Wohnung waren Einbrecher. Kaum, daß sie mich sahen, nahm einer eine Pistole und schoß auf mich. Ich griff eine Sektflasche zur Verteidigung und wich dabei zur Seite aus. Die Kugel streifte meine Schläfe, ich ging zu Boden und stellte mich tot. Als ich meine Augen wieder aufmachte, war die Wohnung vollständig leer. Dann traf ich eine Gruppe von 6 Leuten. Alle bis auf einen waren einfache Leute. Der andere war ein Großunternehmer. Sie sagten zu mir, daß sie wüßten, daß ich das Wirtschaftssystem retten kann. Währenddessen ärgerte ich mich darüber, daß auch mein Computer gestohlen wurde, denn jetzt mußte ich meine Untersuchungen ganz von vorne anfangen. Der Unternehmer fragte mich noch was ich brauche, dann bin ich aufgewacht.

Dieser Traum hatte mich erschreckt. Mir war dadurch klar geworden, daß ich bei meinen Untersuchungen über das Wirtschaftssystem einen Punkt erreicht hatte, bei dem es Menschen gibt, die einen umbringen würden, nur damit das nicht bekannt wird, was man herausgefunden hat. Also habe ich mir überlegt, was ich als letztes untersucht hatte.

Ich hatte gerade am Vortag mit den Untersuchungen zu einem neuen Teilbereich des Wirtschaftssystems angefangen. Dem Aktienmarkt und der Börse. Dazu hatte ich erst mal das Buch „Der Börsenschwindel“ von Günter Ogger gelesen, um mir einen allgemeinen Überblick über diesen Bereich zu verschaffen.

Natürlich habe ich die Geschichten, die dort beschrieben wurden, aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet wie der Autor des Buches. Ich habe mir überlegt, welche Einflüsse die dort beschriebenen Maßnahmen auf den Geldentstehungsprozeß haben. Dadurch konnte ich fast nichts Gutes mehr am Aktienmarkt erkennen. Ich würde ihn deshalb fast vollständig abschaffen.

Aber es gibt sehr viele Menschen, die durch den Aktienmarkt reich geworden sind. Man kann damit sehr schnell ein großes Vermögen machen, man kann sein Vermögen allerdings auch von heute auf morgen wieder verlieren. Gerät der Aktienmarkt aber in Verruf, dann verlieren die Menschen ihre Chancen auf Reichtum. Das würden viele Menschen am liebsten verhindern. Und dafür kann man schon mal jemanden umbringen.

Die Grundlagen des Aktienmarkts

Damit Unternehmen an Geld kommen, gehen einige auf den Aktienmarkt. Dazu müssen Aktien geschaffen werden, die dann verkauft werden. Die Aktionäre werden dann an den Gewinnen des Unternehmens beteiligt.

Grundsätzlich sieht das nach einer guten Idee aus. Aber es gibt ein paar Probleme. Die Aktie hat keinen Festpreis, sondern wird auf dem Aktienmarkt gehandelt. Dabei richtet sich der Preis nach Angebot und Nachfrage. Dadurch kann es sehr leicht passieren, daß die neu herausgegebene Aktie für einen zu hohen Preis verkauft wird. Wenn zur Zeit des Börsengangs mit Hilfe von Werbung künstlich Bedarf geweckt wird, ist es sogar möglich, daß der Wert der Aktie erst mal in die Höhe steigt, um später wieder abzustürzen.

Das Wechselspiel der Preise zieht dann auch noch Glücksritter an, die kaufen wollen, wenn die Preise niedrig sind und verkaufen wollen, wenn die Preise hoch sind.

Der einzige Wert an der Aktie besteht aber an der Gewinnbeteiligung. Das verführt viele Börsen notierte Unternehmen dazu, daß sie die Ausschüttungen an die Aktionäre in die Höhe treiben. Dabei bleiben in der Regel die Beschäftigten auf der Strecke. Lohndumping und immer schlechtere Arbeitsbedingungen können die Folgen sein.

Wenn die Beschäftigten immer geringere Löhne bekommen, dann gibt es immer weniger Leute, die sich an den Geldentstehungsprozessen beteiligen können. Dadurch kann dann die Gesamtgeldmenge kleiner werden. Wenn für die Aktionäre die Gewinnausschüttungen maximiert werden, dann wird auch der Kapitalmarkt in die Höhe getrieben. Das Unternehmen bekommt kurzfristig Geld, was die Gesamtgeldmenge erhöht, denn Aktien können im weitesten Sinne auch als eine Kreditform betrachtet werden.

Wenn die Aktionäre darüber hinaus stimmberechtigte Aktien haben, dann können sich die Aktionäre sogar in die Firmenpolitik einmischen. Sie entscheiden mit über die Vorstände, die dann in ihrem Sinne das Unternehmen leiten sollen.

Da die Aktionäre überall auf der Welt sein können, kann es sehr leicht passieren, daß Großaktionäre im Ausland sitzen. Die Gewinnausschüttungen gehen dann teilweise ins Ausland und dem Geldkreislauf des Inlands verloren. Die Länder, in denen große Geldvermögen vorhanden sind, haben viel Kapital, um weltweit in den Aktienhandel einzusteigen. Diese können dann über die Gewinnbeteiligungen immer mehr Geld anziehen.

Spekulationen an der Börse

Ein großes Problem sind auch die Gewinne, die durch den An- und Verkauf der Aktien entstehen. Damit man durch Spekulationen Gewinne an der Börse machen kann, muß man bei einem niedrigen Preis ankaufen und bei einem hohen Preis verkaufen. Das ist gar nicht so einfach. Die Preise sind dann hoch, wenn sehr viele Leute Aktien kaufen wollen, aber nur sehr wenige Aktien zum Verkauf anstehen. Der Preis ist dann niedrig, wenn sehr viele Aktien zum Verkauf anstehen, aber nur wenige Leute Aktien kaufen wollen. Deshalb braucht man Strategien, die die große Masse zu Fehlentscheidungen führt. Wenn man kaufen sollte, müssen die Menschen überzeugt werden, daß sie verkaufen. Wenn man verkaufen sollte, müssen die Menschen überzeugt werden, daß sie kaufen.

Dafür wurden viele verschiedene Strategien erfunden. Hier einige Beispiele aus dem Buch „Börsenschwindel“:
Im Frühjahr 1996 wurde die Deutsche Telekom auf einen Wert von etwa 60 bis 80 Milliarden DM taxiert und Theo Weigel, der Bundesfinanzminister, wollte 26% der Telecom ans Volk verkaufen. Er rechnete mit Einnahmen von 20 Milliarden DM. Er wollte nicht am falschen Platz sparen und gab den Werbern freie Hand und einen Etat von ca. 100 Millionen DM.

Massenhaft wurde das scheinbar risikoarme Telekom-Papier, von dem erst 400, dann 600 und danach 713 Millionen Stück zum Preis von 28,50 DM verkauft. Diese größte Aktienmission seit der Nachkriegszeit erzeugte eine so hohe Nachfrage, daß jeder Interessent nur höchstens 300 Papiere bekam.

Als der Handel am 18. November 1996 eröffnet wurde, stand der Kurs bereits bei 33 DM. Über 2 Millionen Deutsche hatten scheinbar über Nacht ohne erkennbares Risiko einen Gewinn von insgesamt 3,2 Milliarden DM gemacht. Viele stiegen sofort wieder aus und verkauften ihre Aktien an die Leute, die leer ausgegangen waren.

Von den 44 Analysen der Banken, die an der deutschen Telekom verdient hatten, die in den ersten 8 Monaten des Jahres 2000 über die deutsche Telekom veröffentlicht wurden, rieten 32 zum Kauf, 11 waren neutral und nur eine empfahl den Verkauf.

Die Banken, die am Börsengang der deutschen Telekom nichts verdienten, kamen zu einem anderen Ergebnis. Von 25 Bewertungen rieten nur 7 zum Kauf, 9 waren neutral und 9 rieten zum Verkauf.

So riet beispielsweise die Deutsche Bank, die am Börsengang prächtig verdient hatte am 20. März zum Kauf, während die französische Großbank Credit Lyonnais, die nicht zu den Banken gehörte, die an der Telekom verdient hatten, empfahl, den Bestand der Telekom-Aktie zu reduzieren. Zu diesem Zeitpunkt begann dann der Sturzflug der Telekom-Aktie von 90 € auf 40 € innerhalb weniger Monate. Und welchen Wert hat die Aktie heute? Ich habe im Internet nachgesehen. Auf http://www.finanzen.net/aktien/Deutsche_Telekom-Aktie fand ich folgende Graphik über die Wertentwicklung:

Der Aktienkurs der deutschen Telekom am 20.1.2012 um 19:56:31 betrug 8,88 €. Die Aktie hat sich nach dem Hochpuschen von 28,50 DM ≈ 14,25 € auf 90 € und dem anschließenden Absturz nicht wieder erholt und liegt heute bei 8,88 € und liegt damit bei ungefähr 2/3 des Ausgabepreises.

Fehlinformationen

ABIT, das Softwarehaus geriet durch Versprechungen des Gründers und Vorstandsvorsitzenden in Turbulenzen. Als das Papier am 3.2.2000 eingeführt wurde, lag der Ausgabepreis bei 27 €. Mit Hilfe von Versprechungen und Erfolgsmeldungen erreichte er innerhalb von 2 Wochen einen Kurswert von 225 €. Was die Anleger nicht erfuhren, war, daß er bereits ab dem 10. April seine Aktien verkaufen durfte, während die Vorstandskollegen eine Sperrfrist von 18 Monaten hatten. Noch im März 2000 hatte er 38 Millionen DM Umsatz versprochen und damit auch Geldhäuser getäuscht, die noch im Mai den Kauf der Aktien empfahlen. Bereits im Juni stellte sich heraus, daß in den ersten 9 Monaten des Geschäftsjahres nur 6,7 Millionen € Umsatz und Verlust in gleicher Höhe erwirtschaftet wurden. Der Kurs fiel auf unter 5 €.

Auch das Internet wird gerne für Fehlinformationen genutzt. Ein Beispiel:

Im Board des „Investornets“ konnte man lesen, daß der Boß des Anbieters tödlich verunglückt wäre. Der Vorstandsvorsitzende erfreute sich aber bester Gesundheit. Verantwortlich für die Fehlinformation war vermutlich ein unbekannter Investor, der durch einen vorübergehenden kurzen Kurseinbruch billig einsteigen konnte.

Man kann mit Fehlinformationen die Aktienkurse nach oben und nach unten manipulieren. Entweder um einen billigen Einkauf oder einen teuren Verkauf zu erreichen.

Analysen

Auf Seite 125 fand ich folgenden Satz: „Bevorzugten die Deutschen noch 1995 die sicheren Rentenfonds, so steckten sie vier Jahre später bereits zwei Drittel ihres neu gebildeten Geldvermögens zur Freude der Finanzbranche in Aktienfonds.“

Als ich diesen Satz las, wurden Erinnerungen wach. Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern. Im Frühling des Jahres 1995 bekam ich einen Anruf. Mein Vater war am Telefon und sagte nur 2 Sätze: „Du mußt sofort kommen! Das Geld ist weg!“ Damals hatte ich bei meinen Eltern Hausverbot, da ich anfing mit freiem Oberkörper durch die Gegend zu laufen. Als ich sagte, daß ich doch gar nicht kommen darf, hat mein Vater nur diese 2 Sätze wiederholt. Mein Vater hörte sich so verstört an, daß ich mir ein Hemd angezogen habe und zu meinen Eltern gegangen bin.

Als ich die Wohnzimmertür öffnete, sah ich es bereits. Sie waren zu zweit. Freie Mitarbeiter einer Finanzberatungsfirma auf Provisionsbasis. Also Vertreter. Beide mit Anzug und Krawatte. Sie saßen im Wohnzimmer am perfekten Platz. So, wie man es ihnen erklärt hatte. Da sie zu zweit waren, war einer neu und wurde angelernt und der andere hatte ihn angeworben und war dadurch sein Ausbilder.

Ich weiß das, denn von 1992 bis 1993 habe ich in der gleichen Firma in einem Zeitraum von ungefähr 1 Jahr versucht, Geld zu verdienen. Damals hatte ich meine Eltern davon überzeugt, Geld in einem Rentenfond anzulegen. Ich hatte mich damals nicht auf die Analysen der Firma verlassen, da ich als Mathematikstudent fehlerhafte Berechnungen sofort durchschaut hatte und mir daher angewöhnt hatte, jede Anlagemöglichkeit neu zu berechnen und zu bewerten. Es war die Anlageform aus dem Angebot, was nach meinen Untersuchungen die beste war.

Da ich 1993 aufgehört habe, wurden meine Kunden wahrscheinlich an den Neuling weitergereicht. Vor den Vertretern lag ein geöffnetes Faltblatt. Anhand dieses Faltblattes erklärten sie, daß die Firma, die die Rentenfonds vertreibt, nur noch miese macht. Einmal 11 % miese und einmal 12 % miese. Aus diesem Grund werden alle Kunden eines Rentenfonds gewarnt damit sie die Konten kündigen. Innerhalb dieser 2 Jahre soll der Inhalt des Kontos meiner Eltern von 5000 DM auf 1500 DM geschrumpft sein.

Da habe ich gesagt, da stimmt was nicht. Bei -11 % und -12 % kann der Kontostand nicht innerhalb von 2 Jahren von 5000 DM auf 1500 DM schrumpfen. Sie haben nur versucht mir zu erklären, daß das doch geht.

Mein Vater hat die Konto-Auszüge hervorgeholt. Ich habe mir sie angesehen und dann zu den Vertretern gesagt: „Schauen Sie sich doch mal die Kontoauszüge an. Da hat es doch Ende März eine Ausschüttung gegeben.“ Die Vertreter wollten sich die Kontoauszüge nicht einmal ansehen.

Nach kurzer Zeit sind sie wieder gegangen und sie meinten, wenn ich doch alles besser wüßte, dann soll ich das Konto meiner Eltern kündigen. Ich habe das Konto meiner Eltern nicht gekündigt und meinen Eltern erklärt, daß da irgendetwas faul ist. Möglicherweise haben sie nur Ihr Konto mit meinem verwechselt, denn auch ich hatte ein Rentenfond-Konto für mich angelegt.

Da ich nicht gekündigt habe, kam nach etwa 1 Woche ein Brief mit einem Vordruck für eine Kündigung, in dem die Depotnummer eingetragen war. Es war nicht die Depotnummer meiner Eltern. Das hatte ich als erstes überprüft. Also haben sie meine Eltern mit den falschen Daten in Angst und Schrecken versetzt.

Also habe ich bei der Firma angerufen, die die Rentenfonds vertreibt und ihnen die Geschichte erzählt. Sie erklärten mir, daß die Depotnummer total daneben lag und weder etwas mit meinen Eltern, noch mit mir zu tun hatte. Aber da meine Eltern so verschreckt waren, versprachen sie, einen aktuellen Kontoauszug zuzuschicken. Da konnte man nachlesen, daß meine Eltern immer noch die 5000 DM auf dem Konto hatten.

Dank dieses Schreibens habe ich herausgefunden, was wirklich passiert war. Dort wurden nämlich die echten Kursveränderungen bekannt gegeben.

Im vorletzten Jahr wurde ein Zugewinn erwirtschaftet und im letzten Jahr -5,5%. Das lag hauptsächlich daran, daß dieses Jahr ein Krisenjahr an der Börse war. Ich habe das meinen Eltern gezeigt und gesagt: „Ja, im letzten Jahr haben sie Geld verloren, und wenn ihr kündigen wollt, dann mache ich das für euch.“ Meine Mutter sah sich die Zinsen der letzten Jahre an und meinte: „In all den Jahren haben sie eigentlich gut gewirtschaftet. Nur in dem Krisenjahr nicht. Das ist eigentlich eine gute Anlageform und wir behalten sie.“

In einem Jahr gibt es Wertsteigerungen und im nächsten Jahr -5,5% nach der Analyse der Firma, die den Rentenfond anbietet und -11% und -12% bei der Finanzberatung. Wie paßt das zusammen?

Ich konnte mich glücklicherweise an etwas aus meinem letzten Gespräch in der Finanzberatungsfirma erinnern. 1993 wollte man die Besteuerung von Aktiengewinnen einführen. Doch wie soll man das handhaben? Das wurde bei dem Rentenfond so geregelt. Am 31. März hat man sich die Kursveränderungen betrachtet. Dann fand eine Unwandlung statt. Die Kursgewinne wurden umgewandelt in neue Fondanteile. Diese Fondanteie konnten dann versteuert werden. Von der Finanzberatungsfirma wußte ich, daß die Kurswerte nicht am 31. März, sondern am 31. Dezember ermittelt wurden. Die Umwandlung die wie ein Kursrückgang aussah, hat die Finanzberatungsfirma nicht mitgekriegt. Da die Anteile in den ersten 9 Monaten langsamer gewachsen ist als im Vorjahr, wurde ein positiver Gewinn zu einem Kursrückgang fehlinterpretiert. Erst im 2. Jahr gab es einen echten Rückgang. Aber der Rückgang wurde überschätzt, da es im Vorjahr immer noch einen Gewinn gegeben hatte.

Die Analysten der Finanzberater haben Mist gebaut.

Ein Fehlurteil hat dafür gesorgt, daß eine gute Geldanlageform in Verruf geraten ist, denn die Finanzberatungsfirma ist deutschlandweit tätig. Der Gründer der Filiale hat sogar eine neue Filiale in Österreich aufgemacht.

Was ist zu tun?

Es gibt viele Möglichkeiten, die Menschen zu täuschen. Auf den letzten 2 Seiten des Buches schrieb Herr Ogger:

„Wer 1970 einen Korb voll mit Aktien packte, deren Zusammensetzung in etwa dem Dax entsprach, und bis Ende 1998 nichts davon verkaufte, konnte sich über eine statistische Jahresrendite von 11,4 % erfreuen. Verkaufte er jedoch die Papiere bereits Ende 1985, so war seine Rendite gleich null.

Verpaßte ein Anleger etwa in den 31 Jahren zwischen 1967 und 1998, als der Index eine statistische jährliche Performance von 11,4 % auswies, die 10 besten Börsentage, dann hätte er mit seinem Kapital nur noch eine Durchschnittsrendite von 7,7 % erreicht, und ohne die 30 besten Börsentage wäre das Ergebnis gar auf 4,6 % abgesunken.“

Das zeigt, wie leicht man durch den Start- und Endpunkt einer Analyse die durchschnittliche Rendite manipulieren kann.

Selbst, wenn alles mit rechten Dingen vor sich geht, sollte man berücksichtigen, daß man nur dann Gewinne machen kann, wenn es jemanden gibt, der Verluste macht. Gewinnen kann man nur dann, wenn man sich anders verhält als die Masse. Deshalb sollte man beispielsweise keine Forex-Roboter benutzen, denn sie handeln alle vorhersagbar und können daher ausgetrickst werden. Vor allem der Notverkauf, wenn die Aktie einen bestimmten Wert unterschreitet, führt dazu, daß der Verkauf weiter angeregt wird, so daß der Kurs noch weiter fallen kann. Die cleveren Spekulanten können dann die Aktien zu noch günstigeren Bedingungen einkaufen. Wenn sie dann die Preise wieder in die Höhe treiben ist ihr Gewinn umso größer.

Da die meisten Menschen gleich oder ähnlich handeln, sind die meisten Menschen Verlierer. Ich kann deshalb nur einen Rat geben. Finger weg von der Börse. Meinetwegen können die Reichen damit herumspielen. Wenn sie das Geld verlieren ist das nicht schlimm. Wenn aber die Kleinanleger ihr erspartes für den Hausbau verlieren, dann beginnen die Probleme.

Denken Sie nur mal an meinen Artikel Problemlösungen fürs Wirtschafts- und Finanzsystem. Dort habe ich 4 Regeln beschrieben, die unbedingt eingehalten werden müssen, damit das Wirtschaftssystem einwandfrei funktioniert. Der Aktienmarkt verstößt gleich gegen 3 dieser Regeln.

Die Gesamtgeldmenge kann durch die Lohnpolitik und durch Wertverluste auf dem Aktienmarkt beeinträchtigt werden. Das ist nach der 1. Regel nicht empfehlenswert.

Über die Firmenbeteiligung wird der Kapitalmarkt schneller gefüttert. Solange die Banken und Versicherungen auf dem Aktienmarkt große Gewinne machen, die sie von den Kleinanlegern nehmen, wird der Kapitalmarkt aufgebläht. Das ist nach der 2. Regel nicht empfehlenswert.

Weil die Kapitalanleger international tätig sind, können die Länder, in denen im Vergleich zu den Aktiennotierten Unternehmen ein Kapitalüberschuß herrscht, das Kapital aus den Ländern anziehen, in denen ein Kapitaldefizit herrscht. Das ist nach der 4. Regel nicht empfehlenswert.

Was würde ich tun?

Ich würde den Börsenhandel verbieten.

Aktien dürfen nur von der Firma selbst, oder vom Staat gekauft werden. Ansonsten ist der Handel mit Aktien verboten.

Ausschüttungen an Aktionäre sind verboten.

Aktienbesitz ist nur dann gestattet, wenn ein Mindestvermögen vorhanden ist, wobei die Aktien als Kapital nicht mitgezählt werden.

Aktien bleiben bestehen, selbst wenn das Unternehmen Pleite geht. Nur der Staat darf Aktien vernichten.

Sinkt das Vermögen eines Aktionärs unter das Mindestvermögen, dann muß der Staat ihm so viele Aktien abkaufen, bis er wieder das Mindestvermögen besitzt oder keine Aktien mehr hat.

Aktien dürfen an jeden vererbt werden und müssen vom Staat abgekauft werden, wenn der Erbe nicht genügend Geld für den Besitz der Aktien hat.

Man könnte sich die Frage stellen: Was soll der Quatsch? Warum sollte jemand unter diesen Bedingungen Aktien kaufen?

Betrachten Sie das einmal im Zusammenhang mit meinen Empfehlungen im Artikel Problemlösungen fürs Wirtschafts- und Finanzsystem. Wenn ab einem bestimmten Vermögen keine Zinsen mehr erwirtschaftet werden dürfen, dann sind die Aktien diesem Vermögen gleich gestellt. Sie bringen ebenfalls keine Zinserträge. Wenn Geld nicht vererbt werden darf, sind Aktien von Vorteil, da sie vererbt werden können. Mit Hilfe des Aktienkaufs können die Reichen darüber hinaus die Unternehmen fördern, von denen sie der Meinung sind, daß sie in unserem Wirtschaftssystem gebraucht werden. Dadurch gibt es eine Alternative zum staatlichen Handeln. Man könnte dadurch Forschungsprojekte unterstützen. Man könnte dadurch Hilfsprojekte unterstützen. Was auch immer.

Herzliche Grüße von Bernhard Deutsch

Lohnverweigerung – Verräter im Vorstand

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Published on: 7. Januar 2012

In einigen Aktiengesellschaften, werden die Manager nicht vollständig bezahlt. Ein Teil ihres Einkommens besteht aus Aktienanteilen. Mit dieser Maßnahme will man die Manager motivieren, bessere Leistungen zu erbringen. Je höher der Aktienkurs, desto größer das Vermögen der Aktionäre. Dadurch ist dann der Manager immer daran interessiert, im Interesse des Unternehmens gute Arbeit zu leisten.

Zur Absicherung der Manager werden darüber hinaus häufig enorme Abfindungen für den Fall einer Kündigung gewährt.

In diesem Artikel will ich untersuchen, ob diese Maßnahmen wirklich eine gute Idee sind. Es hat schließlich schon einige Manager gegeben, die große Unternehmen an die Konkurrenz verkauft haben. Die Aktionäre haben dabei immer gute Gewinne erzielt. Die Aktionäre, aber nicht die Arbeiter.

Aktienanteile sind kein Geld

Aktienanteile haben einen großen Nachteil. Sie sind kein Geld, sondern eine Ware. Der Wert der Aktien wird immer nach dem Kaufpreis auf dem Aktienmarkt festgelegt. Hier gilt dann das Gesetz von Angebot und Nachfrage. Je mehr Aktien von den Leuten gekauft werden wollen, desto größer wird der Preis und je weniger Aktien von den Leuten gekauft werden wollen, desto geringer wird der Preis. Je mehr Aktien zum Verkauf angeboten werden, desto geringer wird der Preis und je weniger Aktien zum Verkauf angeboten werden, desto höher wird der Preis.

Aus diesem Grund hat die Aktie keinen festen Wert. Man kann mit einer Aktie auch nicht einkaufen gehen. Also kann man mit den Aktien nichts bezahlen.

Wenn ein Manager sein Einkommen durch Konsum verbrauchen will, dann muß er seine Aktien verkaufen. Wenn er aber jeden Monat seine Aktienanteile verkauft, dann wird der Markt mit immer mehr Aktien überschwemmt. Dieses zusätzliche Angebot an Aktien führt aber nicht dazu, daß die Nachfrage an Aktien ansteigt. Also wird die Aktie von Monat zu Monat weniger Wert. Je geringer der Wert der Aktie ist, desto geringer wird dann auch die Nachfrage an der Aktie. Das verstärkt den Kursabsturz so lange, bis der Preis so niedrig ist, daß einige Spekulanten der Meinung sind, daß der Markt bald wieder größer wird. Sie versuchen dann den Markt billig aufzukaufen um die Aktien dann wieder teuer verkaufen zu können.

Weil der Manager aber weiterhin jeden Monat seine Aktienanteile verkauft, werden die Gewinne viel kleiner als die Verluste. Die Spekulanten werden auch langfristig eher verlieren als gewinnen.

Für den Manager ist es daher keine kluge Idee, wenn er jeden Monat den Teil seines Lohnes verkauft, der in Aktien angelegt wurde. Das bedeutet für den Manager, daß ihm ein Teil seines Lohnes vorenthalten wird, da er damit nichts anfangen kann.

Die langfristige Strategie

Wenn der Manager seinen Lohn haben will, dann kann er die Aktien nicht monatlich verkaufen. Er muß sie ansammeln, um sie dann plötzlich auf einen Rutsch zu verkaufen. Natürlich bei einem möglichst hohen Wert, denn je höher der Wert der Aktie, desto größer ist sein Gewinn. Also muß er erst mal im Sinne der Firma möglichst gute Arbeit leisten, damit die Aktienkurse in die Höhe steigen.

Und dann, wenn die Aktienkurse einen möglichst hohen Wert haben, werden alle Aktien auf einen Schlag verkauft. Jetzt haben sich die Aktien von vielen Monaten, vielleicht sogar Jahren zusammengesammelt. Der Markt wird also plötzlich mit vielen Aktien überschwemmt. Die Aktionäre können in Panik versetzt werden, so daß danach ein Absturz des Aktienkurses droht. Vor allem deshalb, weil viele Aktionäre ebenfalls verkaufen wollen, solange der Aktienkurs noch oben ist. Weil der Aktienkurs fällt, nimmt dadurch gleichzeitig die Nachfrage ab.

Die Gewinne für den Manager sind zwar höher als beim monatlichen Verkauf, da er der erste ist, der die Aktien auf den Markt wirft, aber anschließend sind die Aktien nicht mehr viel wert.

Um dieses Szenario zu verhindern, wurde eine Sperrfrist für den Verkauf der Aktien eingerichtet. Der Manager darf diese Aktien erst nach einer gewissen Zeit verkaufen, damit er nicht nur kurzfristig sondern langfristig hohe Kurswerte anstrebt. Er kann also nie alle Aktien auf den Markt werfen, um an seinen Lohn zu kommen.

Gute Miene zum bösen Spiel

Welche Chancen hat der Manager an seinen Lohn zu kommen? Er kann seine Arbeit so gut machen, daß sich die Konkurrenz derartig bedroht fühlt, daß sie die Firma, für die er arbeitet, aufkaufen will. Dazu müssen die Aktien der Aktionäre aufgekauft werden. Alle Aktien, auch die des Managers in der Sperrfrist. Das ist dann der Zeitpunkt, an dem alle Aktionäre einen großen Gewinn machen. Den höchst möglichen Gewinn.

Das ist für den Manager die lukrativste Methode, um an sein Geld zu kommen. So etwas wird natürlich nicht sehr häufig vorkommen. Aber wenn ein solches Angebot gemacht wird, was soll den Manager dann davon abhalten, diesen Deal zu machen?

Gerade weil die Methode so lukrativ ist, wird der Manager so lange gute Arbeit leisten, bis er die Firma verrät.

Die Zukunft der Firma

Wenn ein Manager so handelt, wie sieht dann die Zukunft der Firma aus? Ihre Konkurrenz hat einen Konkurrenten weniger. Sie mußte dafür aber einen hohen Preis bezahlen. Sie kann dadurch so überfordert werden, daß sie beide Firmen nicht mehr gleichzeitig leiten kann. Dann wird eine Firma zugemacht. Wenn nicht, dann werden vielleicht einige Leute entlassen, um Kosten zu sparen. Die aufgekaufte Firma hat dabei die schlechteren Karten. Wenn sie aufgegeben wird, dann wird die andere Firma mehr Gewinne machen, da ein großer Konkurrent von der Bildfläche verschwunden ist.

Gibt es eine Notbremse?

Das von mir beschriebene Scenario schwebt wie ein Damoklesschwert über den Köpfen aller Manager von Aktiengesellschaften. Sie müssen nicht so handeln, aber sie könnten so handeln. Stellen Sie sich vor, jemand macht im Namen einer konkurrierenden Firma einem Manager ein solches Angebot, um seine Seriösität zu testen. Dann hätte man einen Verräter entlarvt, bevor er die Firma verraten könnte.

Was soll man jetzt machen? Man kann ihn nicht einfach entlassen, da man dann sehr hohe Abfindungen zahlen muß. Das Problem haben wir schon bei der Bankenkrise mitgekriegt. Viele Manager taugen nichts, aber wenn man sie entläßt müssen hohe Abfindungen gezahlt werden.

Einige Aktienunternehmen haben sich vertraglich so abhängig von ihren Managern gemacht, daß sie gegen verräterische oder unfähige Manager nichts mehr ausrichten können. Die Abfindungen sind teilweise so groß, daß es sich für den Manager lohnen würde, von vorneherein so schlechte Arbeit zu leisten, daß er möglichst früh entlassen wird. Wenn er dann schnell wieder einen Managerposten bekommt, wird er quasi doppelt bezahlt. Von der neuen Firma und von der Abfindung der alten Firma.

Wer weiß, ob es nicht einige Manager gibt, die sich dieses Ziel gesetzt haben.

Die Manager von Morgen

Diese Maßnahmen, diese Strategien, sind nur bei Aktiengesellschaften möglich. Wer profitiert am meisten von den Strategien der Manager?

Wenn der Manager die Firma verscherbelt, dann sind es die Aktionäre, denn ihre Aktien werden ebenfalls teuer aufgekauft. Wenn die Aktionäre auch noch darüber entscheiden, welcher Manager eine Firma leiten soll, dann ist ein solcher Verrat an dem Unternehmen immer ein gutes Aushängeschild für den Manager. Er wird wahrscheinlich schnell wieder eine Firma finden, die er kaputt machen kann.

Wenn die Aktionäre clever sind, dann werden sie die Manager, die schlechte Arbeit leisten, nicht einstellen wollen. Es sei denn, Manager sind Mangelware. Dann muß man sich wohl oder übel mit dem abgeben, was einem zur Verfügung steht. Die Manager suchen sich dann aus, für welche Firma sie arbeiten wollen. Die Firma, die das beste Angebot macht, für die arbeitet dann der Manager. Auf die Art und Weise kommen dann wieder Verträge zustande, in denen ein Teil des Lohnes in Aktien ausgezahlt wird, denn so kann man sich einen Teil des Managergehalts ersparen. Da man den Manager sowieso nicht feuern will, ist es leicht, mit hohen Abfindungen protzen.

Dadurch entsteht ein Teufelskreis, der immer wieder die gleichen Probleme hervorruft.

Folgen für das Wirtschaftssystem

Für das Wirtschaftssystem ist das nicht gut, denn jedes Unternehmen welches unter geht, führt zu einem Anwachsen der Arbeitslosigkeit. Die ausgezahlten Gelder für die Aktien bei der feindlichen Übernahme füllen den Kapitalmarkt auf und schwächen das Vermögen des Unternehmens, welches die Firma aufgekauft hat. Vielleicht mußte es sogar einen Kredit aufnehmen. Dann kommen in der Zukunft noch teure Zinsen hinzu. Dieser Kredit erhöht zwar die Geldmenge, aber nicht die Geldmenge des Geldkreislaufs, sondern des Kapitalmarkts. Der Kredit kann nur zurückgezahlt werden aus den Gewinnen des Unternehmens. Dann wird das Geld aus dem Geldkreislauf entfernt. Die feindliche Übernahme kann sehr leicht dazu führen, daß in den nächsten Jahren an den Löhnen und Gehältern gespart werden muß. Das kann dann zu Einbußen im Konsumverhalten führen.

Wenn das einem Unternehmen passiert, dann ist dieser Effekt nicht sehr groß. Wenn es mehreren Großunternehmen passiert, kann das anders aussehen. Wenn plötzlich 6000 Arbeitnehmer arbeitslos werden, dann ist das bei einer Arbeitslosigkeit von 1000000 erst mal wenig. Nur 0,6%. Das fällt da kaum auf. Sind aber 20 Unternehmen davon betroffen, dann hat man schon 120000. Das sind 12%. Und dann wird das zu einem ernsthaften Problem.

Ein Großunternehmen mit 1000 Arbeitern zählt genau so viel wie 100 Kleinunternehmen mit 10 Arbeitern. Das wird sehr leicht vergessen, wenn immer wieder darauf hingewiesen wird, daß diese Exzesse der Manager nur seltene Ausnahmen sind. Die meisten Unternehmen machen keine Probleme.

Herzliche Grüße von Bernhard Deutsch

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Soweit vorhanden, habe ich mir auch die Rezensionen der Bücher angesehen. Waren die Rezensionen zu schlecht, dann habe ich das Buch aussortiert.
Einige habe ich gekauft, andere habe ich in der UNI-Bibliothek ausgeliehen.
Hier sind die Links zu der von mir bevorzugten Literatur.

Ein Buch, das sich mit Irrtümern auseinandersetzt:
Die 1000 Irrtümer der Allgemeinbildung

Ein paar Bücher, die sich mit der Medizin auseinander setzen:
Die Krankheitserfinder
Der Meineid des Hippokrates

Wenn es innerhalb eines Systems Fehler gibt, dann kann man das nur erkennen, wenn man das System unter optimalen Bedingungen untersucht. Das kann dazu führen, daß man manchmal die illegalen Sachen vernachlässigt. Dieses Buch beschäftigt sich mit illegalen Bankgeschäften:
Die Bank als Räuber

Das Buch wurde bereits 1958 geschrieben und ist immer noch aktuell. Ich habe das Buch gekauft, weil es mir empfohlen wurde. Ich habe 3 Tage gebraucht um es zu lesen. Ich habe sogar Alpträume davon bekommen. Der Teufel will die Menschheit vernichten. Dafür braucht er immer wieder neue Helfer. Und die will er von seinem Können überzeugen. Ein kleiner Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:
Bericht des Stinkteufels über die Verpestung der Atemluft
Referat über die Verseuchung der Gewässer
Erkrankung und Entartung durch Feinkost
Bericht des Karstteufels über die Zerstörung des Waldes
Der Kampf gegen den Geist
Erfolgsbilanz des Medizinteufels
Referat über Fremdstoffe und Gift in der Nahrung
Bericht des Atomteufels
...
Hier der Link zum Buch:
Der Tanz mit dem Teufel

Ein mathematisches Buch, welches sich mit Paradoxien auseinandersetzt darf natürlich nicht fehlen:
Buch ohne Titel

Geistige Gespräche aus dem antiken Griechenland, bei dem man den anderen immer wieder zum lügen bringt. Auch wenn er nur die Wahrheit sagen will:
Sokrates ist nicht Sokrates

Während meines Studiums gab es 2 Autoren, die ich ganz besonders mochte. Der eine war Paul Watzlawick. Ich bin auf Ihn aufmerksam geworden durch das Buch "Wie wirklich ist die Wirklichkeit?" Es hat mir so gefallen, daß ich alle Bücher, die ich von ihm finden konnte, gelesen habe. Es sind Bücher, die sich mit der Psychologie der Menschen auseinandersetzen. Man kann dort viel über sich selbst lernen.
Folgende Bücher habe ich gelesen:
Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
Anleitung zum Unglücklichsein
Menschliche Kommunikation
Lösungen

Ich habe verschiedene Bücher von Vera F. Birkenbihl gelesen. Allerdings kann ich mich nicht mehr an viele Titel erinnern. Ein Buch ist bei der Recherche der Rezensionen nicht durchgefallen:
Kommunikationstraining


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