Die Wetten sind eröffnet

Categories: Aktienmarkt
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Published on: 20. April 2012

In dem Blogartikel „Geld verdienen im Internet. – Warum die meisten im Internet scheitern.“ habe ich unter anderem vom AMI-Code berichtet. Lang, lang ist’s her. Dort sollte für ein wahnsinnig tolles Produkt geworben werden, das niemand kennt. Die Leute hatten sich das Ziel gesetzt, in der Pre-Launch-Phase, bevor das 1. Produkt bekannt gegeben wird, 600.000 Interessenten zu finden.

Dieses 1. Produkt ging am 3.4.2012 an den Start. Bis dahin wurden exakt 537.138 Mitglieder registriert. In dieser Zeit wurden über 386.000 € Provisionen ausgeschüttet. Im Durchschnitt sind das nur 0,72 €/Mitglied. Bei der 1. Auszahlung wurden diejenigen ausgezahlt, die mindestens 10 € Provision verdient hatten. Später sollte die Grenze auf 50 € hochgesetzt werden. Unter diesen Bedingungen kann es nur sehr wenige Mitglieder gegeben haben, die überhaupt eine Provision bekommen haben. Ich habe schon in meinem Blogartikel prophezeit, daß man mindestens 9.000.000 Mitglieder braucht, wenn man am 25.8.2011 – es gab zu diesem Zeitpunkt ca. 50.000 Mitglieder – eine realistische Chance auf eine Auszahlung der Provision bekommt, wenn man an diesem Tage gerade als neues Mitglied angefangen hat. Dazu hätte man fast die 17-fache Anzahl an Mitgliedern benötigt.

Die meisten Menschen können also nur hoffen, daß der AMI-Code ein gutes Produkt ist, denn sonst hat sich der ganze Werbeaufwand, den man aus eigener Tasche bezahlen muß oder in den man viel Zeit investieren muß, nicht gelohnt.

Und was ist das erste Produkt? Der Binary-Code.

Einkommensmöglichkeiten

Auf Grund der in der Pre-Launch-Phase aufgebauten Struktur mit Hilfe von Spillover wurden mir in der 1. Stufe 3 Mitglieder, in der 2. Stufe 2 Mitglieder, in der 3. Stufe 1 Mitglied und in der 4. Stufe 3 Mitglieder zugeordnet. Für diese 9 Mitglieder wurde mir ein potentieller Provisionsanspruch von 81 € berechnet. Den erhalte ich allerdings nur als aktives Mitglied. Dazu muß ich entweder 97 € bezahlen, oder auf Grund meiner Mitgliedschaft während der Pre-Launch-Phase kann ich bis zum 13.4.2012 (Letzte Woche Freitag) bei einem Broker ein Konto eröffnen und mindestens 100 € einzahlen.

Ich bekomme also Provision, wenn ich entweder ohne Gegenleistung Geld einzahle, oder bei einem Broker ein Konto eröffne, um auf dem Aktienmarkt zu wetten.

Wer eine gute Position in der Matrix hat, wird sich vielleicht leicht zu Zahlungen provozieren lassen, da ein hoher potentieller Provisionsanspruch berechnet wird. Aber wenn der potentielle Provisionsanspruch kleiner als die Kosten für die aktive Mitgliedschaft sind, warum sollte man dann diese Kosten bezahlen? Daraus wird ja erst der Provisionsanspruch ermittelt.

Aber vielleicht gibt es ja doch genug Glücksritter, die sich vom Konzept des Binary-Codes auf dem Aktienmarkt überzeugen lassen. Deshalb erkläre ich ihnen kurz, wie der Binary-Code funktioniert.

Der Binary-Code

Im Binary-Code wird auf fallende oder ansteigende Kurse auf dem Aktienmarkt gewettet, indem man darauf wettet, ob der Kurs in der nächsten Stunde höher oder niedriger ist. Diese Kursentwicklung wird Trade genannt. Die Wettgewinne sollen im Durchschnitt bei 81% pro Trade liegen, können aber je nach Entwicklung zwischen 78% – 91% pro Trade liegen.

Es gibt da noch ein paar Beispiele, wie man sich nach Kursen orientiert, damit man gute Wetten platzieren kann.

Beispiele für einen Kurs, bei dem man auf einen ansteigenden Trade setzt:

Ein Beispiel, wo man auf einen fallenden Trade setzt:

Solche Entwicklungen müssen nicht weitergehen, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, daß man damit Gewinne erzielt. Und so wird sehr schnell hochgerechnet, was man im Monat verdienen kann:

5 Trades mit je 50 € sind ca. 200 € Gewinn pro Tag. Bei 22 Tagen im Monat sind das 4.400 € im Monat.

Weil ein Trade auch mal schief gehen kann, sollte der Höchsteinsatz pro Trade nur maximal 1/20 des Guthabens beim Broker sein. Damit kann man dann Verluste auffangen.

Der Haken an der Sache

Ich würde nicht darüber schreiben, wenn es nicht irgendeinen Haken an der Sache gäbe. Diese Wetten könnten für das Wirtschaftssystem gefährlich werden, wenn eine gewisse kritische Masse überschritten wird.

Wenn eine halbe Millionen Menschen plötzlich in den Aktienmarkt einsteigen und mindestens 100 € an die Broker bezahlen, dann werden 50.000.000 € aus dem Geldkreislauf entfernt. Mit diesem Geld kann man 50.000 Arbeitsplätze mit 1000 € Bruttolohn finanzieren.

Aber was ist, wenn der Binary-Code wirklich funktioniert und alle 500.000 Leute 4400 € im Monat verdienen würden? Woher bekommen Sie das Geld?

Die Broker bekommen Provisionen für jeden Trade, der platziert wird. Aus diesen Provisionen werden die Gewinne bei den Wetten bezahlt. Diese Gebühren müssen von den Leuten aufgebracht werden, die am Aktienmarkt tätig sind und nicht nach der Methode des Binary-Codes ihre Wetten platzieren und verlieren. Andere Menschen müssen daher jeden Monat 2.200.000.000 € Verluste machen, die an die Binary-Code-Zocker ausgezahlt werden müssen.

Wenn einzelne Personen in diesen Markt einsteigen, dann hat dies keinen großen Einfluß auf das System. Wenn es im Laufe der Zeit immer mehr Personen gibt, die in das System einsteigen, dann können sich die Gewinne und Verluste der Entwicklung anpassen. Das kann zum Beispiel so aussehen:

Je mehr Leute das Verfahren des Binary-Codes verwenden, desto geringer sind die Auszahlungen im Gewinnfall.

Wenn sich nicht gleichzeitig mit dem Anstieg der Wetten bei einem bestimmten Verfahren die Verluste bei anderen Wetten ausgleichen, kann man die Wettgewinne anpassen. Wenn aber plötzlich eine große Masse in ein sicheres Gewinnverfahren einsteigt, dann besteht die Gefahr, daß man nicht rechtzeitig genug reagieren kann.

Gibt es zu wenig Verluste auf dem Aktienmarkt, dann können vielleicht nicht alle Provisionen für die Broker ausgezahlt werden. Die bekommen dann Schwierigkeiten, die Provisionen an die Zocker zu bezahlen. Sie müssen dann die Wettgewinne anpassen.

Irgendjemand ist immer der Dumme. Irgendjemand muß diese hohen Gewinne bezahlen oder die Gewinne können nicht ausgezahlt werden. Wettgewinne funktionieren immer nur dann, wenn es gleichzeitig Wettverluste in gleicher Höhe gibt.

Unfähige Vorbilder

Das ganze könnte sogar zu einer Krise auf dem Aktienmarkt führen.

Viele Spekulanten orientieren sich am Verhalten der großen Masse. Wenn eine halbe Millionen Menschen auf Trends setzen und damit viel Geld verdienen, dann kann man die Erwartung der Spekulanten auf stabile ansteigende und stabile absteigende Kurse fixieren. Es dauert dann viel länger, bis ein überteuerter Aktienkurs als überteuert wahrgenommen wird. Auch unterbewertete Aktien werden ihre Talfahrt viel zu lange fortsetzen. Extreme Kursschwankungen können dann durch diese Manipulationen gefördert werden.

Ein ständig ansteigender Kurs führt dann irgendwann zu einem Crash, der viel tiefer abstürzt, als es nötig wäre. Die Nutzer des Binary-Codes würden dann immer noch viel Geld verdienen, aber andere Aktionäre würden ihr Vermögen verlieren.

Man sollte deshalb in nächster Zeit mal etwas genauer aufpassen, Vielleicht wird ja wieder der nächste Börsencrash vorbereitet.

Die kritische Masse

Natürlich muß dieses Scenario nicht eintreten. Es kommt auf die kritische Masse an. Wie viele werden beim Binary-Code mitmachen? Das kann ich natürlich nicht wissen. Machen nur wenige mit, dann wird die kritische Masse nicht erreicht, die zu Problemen führt. Dann ist dieses Produkt des AMI-Codes ein Flop und die Mitglieder des AMI-Codes können nur hoffen, daß sich ihr Einsatz beim nächsten Produkt bezahlt macht.

Es könnte allerdings auch sein, daß die 500.000 noch keine kritische Masse bilden, da die Mitglieder aus ganz Europa kommen. Man muß die Situation immer relativ zur Bevölkerungsgröße, oder relativ zum Wirtschaftsgeld der einzelnen Länder betrachten. Daher könnte die kritische Masse in Griechenland viel früher erreicht werden, als in Deutschland.

Die Wirkungen eines Börsencrashs müssen international weltweit betrachtet werden. Deshalb könnte dafür die kritische Masse viel höher als bei 500.000 liegen.

Das Problem ist nur, daß man auf keine Erfahrungen zurückgreifen kann, um die kritische Masse bei einer plötzlichen Veränderung berechnen zu können. Daher sind Fehleinschätzungen sehr leicht.

Ich wäre bei solchen Problemen lieber etwas übervorsichtig, bevor ich große Verluste in Kauf nehmen muß. Außerdem sollten Sie eins nicht vergessen. Die Spekulationen auf den Aktienmärkten nehmen auch Einfluß auf die Preisentwicklung der Produkte. Bei Inflation ist die Fortsetzung des Trends eine Preisspirale nach oben. Plötzlich zunehmende Gewinnausschüttungen bei groß angelegten Wetten könnten auch durch Inflation bezahlt werden.

Herzliche Grüße von Bernhard Deutsch

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  1. windtalker sagt:

    Jeder Anbieter dieser einfach strukturierten Wetten auf sinkende oder fallende Kurse ist ein Market Maker. Das bedeutet, dass eröffnete Wetten nicht an den Aktienmarkt weitergeleitet werden. Somit wetten Sie nicht gegen den Markt, sondern gegen den Anbieter.

    Hierbei sitzt der Anbieter natürlich am längeren Hebel, da er die Ausschüttung im Gewinnfall bestimmt. Als Mathematiker wissen Sie sicher, dass in solch einem Fall der Anbieter nur Wetten anbietet, die einen negativen Erwartungswert aufweisen. Auf lange Sicht können Sie also mit solchen Wetten im seltesten Fall Gewinne erzielen. Selbst wenn Sie den Markt erfolgreich prognostizieren können, werden Sie durch das sehr eingeschränkte Wettangebot des Anbieters in ein Korsett gezwängt, das Ihre Gewinne sicher dahinschmelzen lässt. Meine Behauptung ist daher, dass nur ein verschwindend geringer Anteil aller Spieler auf dauer Gewinne erzielen wird, wenn überhaupt.

    Da sich dessen auch der Anbieter bewusst ist, reicht er natürlich die eingegangenen Wetten nicht an den Aktienmarkt weiter, sondern lässt es zu, dass man gegen ihn selbst wettet. Schließlich weiß der Wettanbieter, dass man auf Dauer eigentlich nur verlieren kann. Ihre Verluste werden somit nicht dem Markt zur Verfügung gestellt, sondern verbleiben beim Wettanbieter als dessen Gewinn.

    Dieses ganze MLM-Konstrukt im Hintergrund hat nur ein Ziel: Sie zu einer Einzahlung und zu einem aktiven Wetten bei einem solchen Wettanbieter zu motivieren. Ein übliches Partnerprogramm sieht eine einmalige Vergütung von bis zu USD 500 für einen aktiven Spieler vor bzw. eine Gewinnbeteiligung von bis zu 35% (Werte von ioption.com). Je mehr Sie einzahlen und verlieren, desto größer ist der Gewinn Ihres Werbers.

    Ihre Analyse trifft von Anfang an falsche Annahmen und ist somit irrelevant. Trotzdem möchte ich Ihnen dafür danken, da ich mich durch Ihren Artikel dazu motivieren konnte selbst einen Artikel zu binären Optionen zu verfassen.

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Einige habe ich gekauft, andere habe ich in der UNI-Bibliothek ausgeliehen.
Hier sind die Links zu der von mir bevorzugten Literatur.

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Die 1000 Irrtümer der Allgemeinbildung

Ein paar Bücher, die sich mit der Medizin auseinander setzen:
Die Krankheitserfinder
Der Meineid des Hippokrates

Wenn es innerhalb eines Systems Fehler gibt, dann kann man das nur erkennen, wenn man das System unter optimalen Bedingungen untersucht. Das kann dazu führen, daß man manchmal die illegalen Sachen vernachlässigt. Dieses Buch beschäftigt sich mit illegalen Bankgeschäften:
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Das Buch wurde bereits 1958 geschrieben und ist immer noch aktuell. Ich habe das Buch gekauft, weil es mir empfohlen wurde. Ich habe 3 Tage gebraucht um es zu lesen. Ich habe sogar Alpträume davon bekommen. Der Teufel will die Menschheit vernichten. Dafür braucht er immer wieder neue Helfer. Und die will er von seinem Können überzeugen. Ein kleiner Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:
Bericht des Stinkteufels über die Verpestung der Atemluft
Referat über die Verseuchung der Gewässer
Erkrankung und Entartung durch Feinkost
Bericht des Karstteufels über die Zerstörung des Waldes
Der Kampf gegen den Geist
Erfolgsbilanz des Medizinteufels
Referat über Fremdstoffe und Gift in der Nahrung
Bericht des Atomteufels
...
Hier der Link zum Buch:
Der Tanz mit dem Teufel

Ein mathematisches Buch, welches sich mit Paradoxien auseinandersetzt darf natürlich nicht fehlen:
Buch ohne Titel

Geistige Gespräche aus dem antiken Griechenland, bei dem man den anderen immer wieder zum lügen bringt. Auch wenn er nur die Wahrheit sagen will:
Sokrates ist nicht Sokrates

Während meines Studiums gab es 2 Autoren, die ich ganz besonders mochte. Der eine war Paul Watzlawick. Ich bin auf Ihn aufmerksam geworden durch das Buch "Wie wirklich ist die Wirklichkeit?" Es hat mir so gefallen, daß ich alle Bücher, die ich von ihm finden konnte, gelesen habe. Es sind Bücher, die sich mit der Psychologie der Menschen auseinandersetzen. Man kann dort viel über sich selbst lernen.
Folgende Bücher habe ich gelesen:
Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
Anleitung zum Unglücklichsein
Menschliche Kommunikation
Lösungen

Ich habe verschiedene Bücher von Vera F. Birkenbihl gelesen. Allerdings kann ich mich nicht mehr an viele Titel erinnern. Ein Buch ist bei der Recherche der Rezensionen nicht durchgefallen:
Kommunikationstraining


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